Statement zu der Situation in Ostafrika

Kenia ist dieser Tage in aller Munde: Immer mehr Flüchtlinge aus den Nachbarländern machen sich auf den Weg nach Dadaab in Kenia, das derzeit größte Flüchtlingslager der Welt, um der aktuellen Hungerskatastrophe in der Region zu entkommen und um endlich Hilfe zu bekommen. Diese ist – vor allem für die Kinder, von denen viele akut mangelernährt sind – dringend nötig.

Besonders in Somalia ist die Situation sehr ernst. Nicht nur die Dürre, verursacht durch den Ausfall mehrerer Regenzeiten, auch der seit über 20 Jahren andauernde Bürgerkrieg hat dafür gesorgt, dass die flüchtende Bevölkerung ihre Felder nicht regelmäßig bestellen konnte und nun vor dem absoluten Nichts steht. Die politische Situation trägt das ihre dazu bei, dass den Menschen nicht schnell und koordiniert geholfen werden kann.  Die regulären Lebensmittelpreise steigen und steigen und sind schon lange unbezahlbar geworden.

Diese Hungerskatastrophe war vorhersehbar, sie hätte gemildert oder gar verhindert werden können. Doch solange die einheimischen Regierungen, oder, wie im Falle Somalias, Milizen, kein Interesse an dem Wohl ihrer Bevölkerung haben, werden wohl keine langfristigen Verbesserungen bzw. Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Unser Projektgebiet in und um Maseno, im Osten von Kenia gelegen, ist nicht von der Hungerskatastrophe betroffen. Dennoch fühlen wir mit den Menschen in Ostafrika und hoffen, dass die Flüchtlinge eine Zuflucht, Sicherheit und vor allem Nahrung in Kenia bekommen werden.

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